Viele von uns besitzen noch alte Videokassetten, DV-Bänder oder sogar HD-Kameradateien welche interlaced aufgenommen sind. Diesen Kram will man natürlich für die Nachwelt sichern, da die Halbwertzeit der zeitgenössischen Medien begrenzt ist. Ausserdem ist digitales Material vielseitiger verwendbar.
Nun kommt aber schnell die Frage auf, in welches Format konvertiert man seine Schätze?
Die gängige Meinung ist, alles auf jeden Fall DE-interlaced archivieren, da auf dem PC und den gängigen Videoportalen nunmal progressives Bildmaterial überwiegt. Interlaced Bildmaterial gibt insbesondere bei Kameraschwenks und unruhigen Motiven unschöne Rasterartefakte, wenn man sie über Videoportale oder schwachbrüstigen Rechnern ansieht.
Allerdings ist progressiv konvertiertes Material nicht in jedem Fall besser. Zum einen sollte man einen hochwertigen De-Interlacer einsetzen, welcher die Artefakte im Rahmen hält ohne die Gesamtqualität zu verderben. Auch sollte man feststellen, ob die Software möglicherweise intelligente Algorithmen zur Verfügung stellt. Bei Handbrake nennt es sich z.B. Decomb
Aber so sorgfältig das Material überspielt worden ist, so flüssig wie auf dem Camcordermonitor oder dem TV ist es nicht mehr. Bewegungen an sich sind rauer und Schwenks "zappelig", was gerade bei Freihandaufnahmen sehr unangenehm auffallen kann. Der Grund ist simpel, ein Interlaced-Video hat die doppelte Bildwechselfrequenz als ein progressiv aufgezeichnetes. Durch die niedrige Frequenz von normalerweise 25Hertz im Gegensatz zu 50Hertz wird meines Erachtens der Genuss zur Qual. Selbst auf den heutigen Flachbildschirmen, welche bauartbedingt kein Flackern mehr erzeugen, sind die so kodierten Videos oft suboptimal. Professionelle TV oder gar Kinoaufnahmen berücksichtigen den Effekt, so fällt er im Kino den meisten kaum auf.
Nun sagen vielleicht einige, kein Problem, mein TV kann 100Hertz oder noch mehr. Das Material wird zeitlich hochskaliert. Das ist eine Krücke, welche zwangsweise mit Artefakten daherkommt. Jeder moderne Plasma- oder LC-Fernseher ist ab Werk schon für Interlaced-Bildmaterial ausgelegt im Gegensatz zu Computermonitoren. Somit ist dann die Qualität durch den fehlenden Rechenschritt im TV besser.
Um daher seine Videoschätze zukunftssicher zu archivieren empfehle ich auf jeden Fall, sich die Mühe zu machen und das Material doppelt zu sichern, einmal de-interlaced für den PC- und YouTube-Gebrauch und dann unbehandelt interlaced zur Wiedergabe auf TV.
Auch auf Computermonitoren kommt interlaced-Material flüssig und hochwertig zur Geltung wenn man leistungsfähigen Rechner und Grafikkarte hat.
Mein Vorschlag zur Wiedergabe von interlaced-Videos auf PC lautet: VLC mit interlaced und yadiv(2x)
Meine Handbrake-Einstellung zur Archivierung von TV-Material
Handbrake
H264 (MP4)
RF 18
zus. Parameter ref=1:weightp=1:subq=2:rc-lookahead=10:trellis=0:8x8dct=0:b-adapt=2:aq-strength=2
Es ist zwar etwas Overkill, aber beim Archivieren an der Qualität sparen halte ich für gefährlich.
Zusätzlich für de-interlaced decomb=Default
Bildschirmkopien der Einstellungen kann ich gerne zur Verfügung stellen.
katzenjens' Technik-Blog
Tipps, Tricks und Diskussion rund um IT und Elektronik
Montag, 9. April 2012
Mittwoch, 15. Februar 2012
Mittwoch, 14. Dezember 2011
Proxyeinstellung bei Android-Tablets
Einige Android-Tablets und möglicherweise auch Android-Handys haben keine Möglichkeit, einen Proxy einzustellen. Das ist natürlich blöd, wenn man in einem Firmennetz ist oder per VPN an einem Windows PPTP-VPN hängt. An Windows PPTP-Servern funktioniert leider oft die Namensauflösung nicht, aber das ist ein anderes Thema ;) Ein Proxy auf dem Windows-Server hilft auch dort.
Zum Glück ist dieses Problem leicht zu lösen ohne das Gerät zu rooten.
Beispiel für ein Samsung 10.1 mit Android 3.1
Aus dem Market das Programm "Any Cut" installieren. Dieses Programm macht weiter nix als Desktopverknüpfungen herzustellen. Und zwar auch zu Programmen, welche normalerweise nicht erreichbar sind. Dazu gehören auch diverse Systemprogramme.
Zum Glück ist dieses Problem leicht zu lösen ohne das Gerät zu rooten.
Beispiel für ein Samsung 10.1 mit Android 3.1
Aus dem Market das Programm "Any Cut" installieren. Dieses Programm macht weiter nix als Desktopverknüpfungen herzustellen. Und zwar auch zu Programmen, welche normalerweise nicht erreichbar sind. Dazu gehören auch diverse Systemprogramme.
- Programm starten
- New Shortcut
- Activity auswählen
- Choose an activity - bis zu Proxyeinstellungen scrollen und anklicken
- OK drücken
- Die Verknüpfung wird auf den Desktop kopiert
- fertig
Auf dem Desktop kann man nun die Verknüpfung anklicken und die Proxyeinstellungen vornehmen. SOCKS funktioniert leider nicht. Da muss man leider auf einen SSH-Client wie ConnectBot und den Firefox zurückgreifen.
Viel Spaß
Freitag, 14. Oktober 2011
Nachhaltigkeit von Elektronik und IT
(Auch als Podcast verfügbar)
Schon wieder fühle ich mich wie ein alter, greinender Sack. ;) Jedenfalls wird mir anders, wenn ich sehe, wie lang momentan die Schlangen bei den Apfelprodukthändlern sind. Aber nein, ich möchte mich jetzt nicht auf ein Produkt festlegen.
Schon wieder fühle ich mich wie ein alter, greinender Sack. ;) Jedenfalls wird mir anders, wenn ich sehe, wie lang momentan die Schlangen bei den Apfelprodukthändlern sind. Aber nein, ich möchte mich jetzt nicht auf ein Produkt festlegen.
Freitag, 19. August 2011
Welche Band ist das? Titel und Album?
Mal ne Frage. Ich bin gerade am Sichten alter Kassetten von Anno Tobak (70er bis Mitte 80er) und suche teilweise die Titel und Interpreten. Diesen Schnipsel habe ich Entweder spät 1979 oder früh 1980 aufgenommen vom WDR2 Radio abends. In meiner Erinnerung nach ist es etwas von "Softmachine". Allerdings habe ich alle Alben von denen, welche ich bekommen konnte, abgehört, aber dieses Stück habe ich nirgendwo gefunden.
Kann mir also jemand sagen, von welchem Album es ist oder vielleicht ist es gar nicht von Softmachine?!
Kann mir also jemand sagen, von welchem Album es ist oder vielleicht ist es gar nicht von Softmachine?!
Samstag, 6. August 2011
Historische Telefonansage ;)
Kann sich noch jemand vorstellen, daß die Telefontechnik analog vermittelt war? Und kann sich jemand an die eierigen Ansagen erinnern? Hier habe ich ein Fundstück aus meinem Bestand. Aus welchem Bundesland stammt diese Ansage von Anfang der 90er?
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