05.04.2015

Crossover-Elektronik ;)

Ein kleines Oster-Sinnlosprojekt...
Einfach mal den Kopf in Freilauf schalten, die Erfahrungen von 45 Jahren Elektronikbasteln Revue passieren lassen. Dann in die Bastelkiste gucken, was dort alles so drinliegt.

Oh, eine EM84-Anzeigeröhre. Aber woher die Anodenspannung nehmen? Ein Sperrwandler wäre jetzt was feines, haben wir aber nicht da. Ausserdem Spulen berechnen und wickeln? Nö. Zu faul. Ob man wohl einen Zerhacker bauen kann? Passender Trafo gefunden. Hm, Leistungstransistoren bräuchten nen Kühlkörper, also doch MOSFETs? Und den 50Hertz-Oszillator? Quarzgesteuert und mit CMOS-ICs? Och nöö, da bauen wir doch wie im alten Philips-Elektronikbaukasten von 1974 beschrieben, einen astabilen Multivibrator mit 2 Transistoren auf und können damit wechselweise die MOSFETs ansteuern. Oh Shit, keine N-Kanal-MOSFETS in "normaler" Größe da. Nehmen wir dann die SMD-Version aus der Bastelkiste. Und wenn wir schonmal dabei sind, auch gleich die Transistoren, Widerstände und Kondensatoren. Diese braten wir auf die Lötseite der Platine. Pi mal Daumen die Werte ermittelt. Formeln ist was für Theoretiker. ;) Das an den Trafo ansaften, vorsichtig unter Spannung setzen. Hey, schwingt sogar, und 250V Wechselspannung auf der anderen Seite. Stromverbrauch im Leerlauf 50mA. Ein Kurzschluß auf der 250Volt-Seite lässt ihn auf 1A ansteigen. Donnerwetter, nicht schlecht. Also Brückengleichrichter und Siebkondensator dran. Hui, jetzt funkts richtig beim Kurzschluß. Nicht anfassen!!!!!! 250V Gleichspannung sind unlustig!


Jetzt noch ein Spannungswandler vom Chinamann für die Heizspannung dran, fertig ist das rudimentäre Messgerät mit dem magischen Auge.

Und weil heute der Spaßfaktor überwiegt, gibts auch keinen schicken Schaltplan sondern die Handmalvariante.