09.09.2015

Schalten und walten über WLAN mit ESP8266

Letztes Jahr kam ein revolutionärer Baustein aus China angereist. Der ESP8266. Ganz harmlos als Wandler serielle Schnittstelle zu WLAN angekündigt. Das Teil kann über AT-Befehle angesprochen werden, ähnlich wie bei einem Modem.  Alleine das hatte bei vielen Bastlern schon für Pipi in den Augen geführt. Und der Preis von 2-5€ pro Stück macht die Sache recht interessant.

Und so dauerte es nicht lange, bis die Bastlergemeinde das Teilchen über Arduino UNO usw. als Messwerterfassung eingesetzt haben. Andere Spezis haben aber schnell erkannt, der Baustein selbst ist leistungsstärker als ein UNO, kommt eher so an den Arduino Due heran. Was liegt also näher, als den Umweg über einen zweiten Prozessor zu vermeiden? Zudem die Herstellerfirma sogar eine SDK herausgegeben hat, welches eigene Projekte erleichtert, zumindest für Leute, welche sich gut damit auskennen. Und dazu gehöre ich nicht.

14.06.2015

Kleiner Kabel-TV-Tipp

Viele von Euch haben vermutlich einen Kabelanschluß für TV, aber nicht für Internet. Und ihr wollt gerne einen zweiten Fernseher anschliessen. Durch die Dämpfung im T-Verteiler wird allerdings das Bild mies, insbesondere bei analogen Programmen. Meist ist an der Dose ein spezieller Anschluß für das Internetmodem vorhanden. Dort könnte man auch den zweiten Fernseher anschliessen. Aber auch da ist das Bild mies. Wie kommt denn das? Ganz einfach, dort ist der komplette Frequenzbereich, inkl. Internet-Rückkanal vorhanden. Der verlinkte Filter löst das Problem und man kann störungsfrei TV gucken. Zum Anschluß an den Fernseher macht man ans eine Ende des Kabels einen F-Stecker, wie man ihn auch von Sat-Anlagen kennt, an die andere Seite kommt der bei TV-Geräten übliche Koax-Stecker.



http://www.amazon.de/dp/B002KDQLSU/ref=pe_386171_38075861_TE_item



Hier ist das Frequenzspektrum für Kabel-TV
Der Upstream muss herausgefiltert werden, da er den Empfang stört.

20.05.2015

Störnebel

Manchmal lässt man sich in die Irre führen...
Aber fangen wir vorne an. An meinem Arbeits- und Messplatz gibt es Störungen, welche bisweilen das Messen mit Oszilloskop unmöglich machen. Der ganze Raum ist von einem undefinierbaren prasselnden Störnebel von Langwelle bis UKW überzogen. Radiohören ist auch unmöglich. Ich hatte das bisher auf mein PC-Geraffel zurückgeführt. Und da es mich die Störungen immer mehr störten, habe ich versucht, der Sache auf den Grund zu gehen. Dazu habe ich einfach eine Drossel mit 100µH an den Tastkopf des Oszis geklemmt und durch die Gegend gewedelt.

26.04.2015

Papp-Notebook

Das nächste Spass-Projekt zum Thema "Kreativität durch Geiz und Faulheit"

Ich gebe zu, ich bin kein Freund von großen und aufwendigen Projekten. Und auch wenn es ums Geld geht, spare ich an Stellen, wo andere sagen würden, der spinnt... ;)

Nun hatte ich mir den neuen Raspberry PI2 gegönnt, funktioniert auch prächtig. Ist aber blöde, den ganzen Drahtverhau immer auf dem Tisch liegen zu lassen. Gerade, wenn man 5 Katzen hat, welche gerne mal umdekorieren und sich als Materialtester betätigen.

05.04.2015

Crossover-Elektronik ;)

Ein kleines Oster-Sinnlosprojekt...
Einfach mal den Kopf in Freilauf schalten, die Erfahrungen von 45 Jahren Elektronikbasteln Revue passieren lassen. Dann in die Bastelkiste gucken, was dort alles so drinliegt.

Oh, eine EM84-Anzeigeröhre. Aber woher die Anodenspannung nehmen? Ein Sperrwandler wäre jetzt was feines, haben wir aber nicht da. Ausserdem Spulen berechnen und wickeln? Nö. Zu faul. Ob man wohl einen Zerhacker bauen kann? Passender Trafo gefunden. Hm, Leistungstransistoren bräuchten nen Kühlkörper, also doch MOSFETs? Und den 50Hertz-Oszillator? Quarzgesteuert und mit CMOS-ICs? Och nöö, da bauen wir doch wie im alten Philips-Elektronikbaukasten von 1974 beschrieben, einen astabilen Multivibrator mit 2 Transistoren auf und können damit wechselweise die MOSFETs ansteuern. Oh Shit, keine N-Kanal-MOSFETS in "normaler" Größe da. Nehmen wir dann die SMD-Version aus der Bastelkiste. Und wenn wir schonmal dabei sind, auch gleich die Transistoren, Widerstände und Kondensatoren. Diese braten wir auf die Lötseite der Platine. Pi mal Daumen die Werte ermittelt. Formeln ist was für Theoretiker. ;) Das an den Trafo ansaften, vorsichtig unter Spannung setzen. Hey, schwingt sogar, und 250V Wechselspannung auf der anderen Seite. Stromverbrauch im Leerlauf 50mA. Ein Kurzschluß auf der 250Volt-Seite lässt ihn auf 1A ansteigen. Donnerwetter, nicht schlecht. Also Brückengleichrichter und Siebkondensator dran. Hui, jetzt funkts richtig beim Kurzschluß. Nicht anfassen!!!!!! 250V Gleichspannung sind unlustig!

27.03.2015

Atmel Praxistipps die Dritte

Preisbewusste oder geizige Bastler kaufen sich ungerne teure Originalprogrammieradapter für die Käferchen. Der Guloshop oder auch der Chinamann auf ebay bietet USBASP-kompatible Programmiergeräte für die Atmel Prozessorreihe an. Ein Nachteil, genau dieser gerne verwendete Programmieradapter wird im Atmel Studio 6 nicht unterstützt. Wenn man googelt, findet man zwar einige Tricks und Kniffe, wie man ihn doch einbindet. Aber leider muss man das für jeden Baustein und jede Fuseeinstellung neu bauen, ist somit oft kompliziert, fehlerträchtig und unpraktisch.

Mit einem Frontend für das Programm AVRDude, namentlich AVRDudess kann man sich die Arbeit etwas erleichtern. Dieses braucht man nicht einmal in das Atmel-Studio einbinden. Sondern man öffnet es einfach parallel zum Atmel Studio.

22.03.2015

AVR Bastelei

Diesmal mit dem Atmel Studio 6.2. Opfer sind ein AtTiny13, ein Schieberegister 74HC595, 8 LEDs mit Widerständen und ein Poti.

Als erstes Bitbanging zum HC595. Läuft bei mir. Als nächstes eine Quasi-Virtualisierung der 8 Ausgänge. So könnte man z.B. LCDs oder ähnliches ansteuern. Auch fertig. Und als letztes, den Analog-Digital-Wandler bearbeiten und die Ergebnisse rudimentär als Balkenanzeige ausgeben.


Der Code ist selbsterklärend und lädt zu Erweiterungen und Verbesserungen ein ;)
Hier zum Download

01.02.2015

Hilfsmittel für AVRDude

Wenn man Atmel-Prozessoren flasht, kommt man an AVRDude kaum vorbei. Allerdings ist die Bedienung auf der Kommandozeile mühsam. Und auch in In die Programmier-IDEs einbauen, sei es Atmel Studio, Eclipse oder CodeBlocks ist nicht ohne. Besonders wenn man sich mit verschiedenen Bausteinen gleichzeitig beschäftigt.

Aber faulen Menschen wie mir kann geholfen werden. Es gibt eine Oberfläche, AVRDUDESS, welche einem viel Arbeit abnimmt. Ich empfehle dazu, die aktuellste Version von AVRDUDE zusätzlich zu installieren, da die Version, welche z.B. bei WINAVR mitgeliefert wird, alt ist.

Es braucht nicht großartig konfiguriert werden, es läuft quasi aus der Kiste. USBASP anstecken, Baustein verbinden, Detect klicken, Baustein sollte erkannt werden. Nun noch mit dem Explorer das Verzeichnis für die HEX-Dateien finden. Go klicken. Und schon ist der Inhalt im Baustein. Fuses können ebenfalls gelesen und verändert werden. Sogar ein Direktlink zur Engbedded-Webseite, wo alle Bausteine und Fuses aufgeführt sind, ist vorhanden.

30.01.2015

AM-Minisender 100kHz bis 30MHz

Letztens hatte ich das Prinzipschaltbild von Analog Devices gepostet. Inzwischen habe ich mich selbst drangesetzt, um einen hochwertig modulierten Minisender für den AM-Rundfunk zu entwickeln. Da inzwischen diese Empfangsbereiche immer weiter zurückgefahren werden, brauchen Freunde der Röhrenradios irgendwie lokalen Ersatz.

Der Schaltungsaufbau ist recht unkritisch, kann auf einer Lochrasterkarte erfolgen. Die verwendeten Kleinsignal-MOSFETs sind Centartikel und auch der Rest sollte sich in jeder Bastelkiste finden. Ich empfehle den Aufbau auf einer Lochrasterkarte, welche klein genug geschnitten wird, damit sie Huckepack auf das AD_Wandlermodul aufgesetzt werden kann. Es werden nach dort hin nur drei Anschlüsse benötigt: +5V, Masse und der Ausgang zum Pin 12 des Wandlers. Um die Modulation bis knapp 100% zu bekommen, ist es notwendig, den Widerstand R6 auf der AD-Wandlerplatine herauszulöten.