26.04.2015

Papp-Notebook

Das nächste Spass-Projekt zum Thema "Kreativität durch Geiz und Faulheit"

Ich gebe zu, ich bin kein Freund von großen und aufwendigen Projekten. Und auch wenn es ums Geld geht, spare ich an Stellen, wo andere sagen würden, der spinnt... ;)

Nun hatte ich mir den neuen Raspberry PI2 gegönnt, funktioniert auch prächtig. Ist aber blöde, den ganzen Drahtverhau immer auf dem Tisch liegen zu lassen. Gerade, wenn man 5 Katzen hat, welche gerne mal umdekorieren und sich als Materialtester betätigen.


Und so habe ich mich mal in meinem Bestand umgeschaut, wie man das katzensicherer machen kann. Das schöne 7 Zoll-Display hatte ich mir vor 2 Jahren mal geleistet, lag aber oft in der Ecke herum. Das wäre doch jetzt für den 4-kernigen PI2 genau das richtige. Gehäusefrage war jetzt ein Problem. Die Elektronikbuden bieten keine Gehäuse an, welche passen und preisgünstig sind.

Im Kartonlager bei mir bin ich dann fündig geworden. Anzeichnen, mit Teppichcutter die Löcher ausschneiden. Mit Klebeband, Doppelklebeband und Heisskleber die Teile reingepackt. Fertig ist das Pappnotebook. Im zweiten Schritt dann noch Li-Ionen Akkus reingepackt. 2 Lautsprecher und einen Miniverstärker. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Als nächstes werde ich noch eine Spannungsüberwachung einbauen, damit man weiß, wann die Akkus zur Neige gehen. Durch den verwendeten Step-Down-Regler gibt es keinerlei Vorwarnung.

Hier erstmal ein paar Bilder:


Hier sieht man schon, wie nötig es ist, den Kram in ein Gehäuse zu bauen. Die Katzen sind immer zur Stelle. ;) Der erste Schritt ist die Stromversorgung. Das LC-Display braucht 9-12V Stromversorgung, der PI2 5V. Durch die Stromaufnahme des PI2 (bis 1A) scheidet ein Längsregler aus. Dabei würde zuviel Wärme sinnlos verbrannt. Also kommt ein getakteter Step-Down-Regler zum Einsatz. Zum Zeitpunkt, als dieses Foto entstand, wusste ich noch nicht, wie das Gehäuse aussehen soll, daher habe ich den Regelbaustein zum Schutz gekapselt.

 In die Unterseite des Kartons wurde der PI2 und die Stromversorgung reingepackt...
... Und in den Deckel das Display.
 Auf den Deckel wurde die Tastenplatine des Displays angeklebt.
Und fertig ist das katzensichere Pappnotebook. ;)
 Nun noch Li-Ionenakkus, Lautsprecher und Verstärker reinbringen...
Und schon hat man ein netzunabhängiges Selbstbau-Notebook-Unikat. ;)

Update:
Was bisher fehlte, war eine Akkuanzeige. Ich war am überlegen, ob ich 3 LEDs dafür verwende, habe dann aber in meiner Bastelkiste noch ein analoges Meßinstrument gefunden.
Nicht schön, aber selten. ;)


Stückliste:
Raspberry PI2
7 Zoll Display
Step-Down-Regler
Batteriehalter
Li-Ionen-Akkus
Mini-Verstärker
Mini-Lautsprecher
Flexibles, kurzes HDMI-Kabel
Dazu noch USB-WLAN-Dongle und drahtlose Tastatur/Mauskombi. Stecker und Buchsen für die diversen Versorgungen und NF-Ausgang. Man ist im übrigen nicht auf obige Liste angewiesen. Natürlich kann man auch anders vorgehen. Anderes Display. Andere Kiste usw.

Das Projekt war eine nicht ganz ernst gemeinte Notlösung um den Kram katzensicher zu verstauen. Erst danach ist mir die Idee gekommen, wieso nicht gleich einbauen? Mit 3 Li-Ionen Akkus mit 3,4Ah läuft das Teil etwa 3-4 Stunden ohne Netzanschluß.

Viel Spaß... :)))))