11.12.2019

Lebensgefahr bei Bausteinen vom Chinamann

Überhaupt sollte man um Dinge vom Chinamann oder anderen Billigquellen, welche mit Netzspannung arbeiten, einen großen Bogen machen. Hier ist mal ein Beispiel, wie man es nicht machen sollte. Diese Stromsensoren vom Typ ACS712 gibt es bei Amazon und ebay zuhauf. Daher will ich mich jetzt nicht auf einen Lieferanten einschießen.


Die Sensoren selbst haben eine Mindestisolationsspannung von 2000 Volt. Dieses sollte man allerdings auch bei dem Platinenlayout und späterer Verkabelung berücksichtigen. In diesem Fall hat der Layouter der Platine völlig versagt. Um spannungsführende Bereiche macht man keinesfalls großflächig eine Massefläche mit weniger als 1mm Abstand. Der Abstand zwischen Netzspannung führenden Bereichen und der Niederspannungsseite muss 4 mm mindestens betragen.

Zuerst dachte ich, mit einem Cuttermesser könnte ich ja unten die Bereiche passend rauskratzen. Dann den Anschlußblock für die Last entlötet, Drama! Und weil ich der Sache nun gar nicht mehr traute, den Sensor entlötet, noch mehr Drama. Un-fass-bar!

Und somit bleibt mir nur übrig zu sagen, bitte diesen Baustein nur für Niederspannungen verwenden. Und auch nur da, wo auf Lastseite keine Spannungsspitzen auftreten können. Diese können sich auf die ansonsten galvanisch getrennte Seite über die zu kleinen Isolationsflächen entladen und so die Schaltung entweder stören oder sogar zerstören.




Also den Dremel rausgekramt. Nicht schön, aber wirkungsvoll.





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