20.05.2020

Ist zwar keine Raketentechnik…

… trotzdem bin ich ein klein wenig stolz auf den Aufbau.
Ich nutze seit 7 Jahren ein CPAP-Gerät gegen Schlafapnoe. Das Teil hat nicht nur einen SD-Kartenslot, sondern auch einen Anschluß für den PC zwecks Parametrierung und Echtzeitauslesung.

Jahrelang habe ich versucht, das Originalkabel zu bekommen. Vergeblich. Auch der Aufbau des Kabels war im Netz nicht zu finden. Jetzt, wo ich Urlaub habe, hat mich der Ehrgeiz gepackt. Gerät aufgeschraubt, Chips rund um den RJ11-Anschluß gesucht, um festzustellen, was da wohl rauskommt. Fündig wurde ich bei einem SMD-Derivat vom MAX232. Aha, also profane RS232-Schnittstelle mit eigenwilliger Buchse.

Jetzt schnell noch die Pinbelegung durchgepiept und Rx / Tx / Masse sowie 5V Versorgung gefunden. In der Wühlkiste ein 9-pol. RS232-Kabel und einen Adapter von RJ11-Stecker zu TAE-Buchse gefunden. Die jeweils unnützen Stecker abgeschnitten und die Kabel passend zusammengelötet. Damit es hält, noch Schrumpfschlauch drum. Auslesesoftware des Gerätes am PC gestartet, RS232-Adapter zu USB an das frisch gelötete Kabel angesaftet, das andere Ende in das CPAP-Gerät. Palim-Palim… Erfolg. Software hat das Gerät direkt gefunden und ich war “drin”. Fein.

Nun kam Teil zwei. Natürlich will man keinen PC am Bett haben um nachts die Schnarchdaten live aufzuzeichnen. Auch ein Notebook, welches regelmäßig die Lüftung heulen lässt, taugt da nix. Da kam meine letzte Bastelei mir in den Sinn. Aus einem Raspberry Zero W einen drahtlosen, abgesetzten USB-Anschluß zu machen. Hat beim 3D Drucker prima funktioniert. Was wohl das CPAP-Gerät dazu sagt? “Palim-Palim”… was sonst. Läuft ebenfalls.

Von dem Erfolg beeindruckt, gleich noch mein O² Sättigungsgerät für den Finger an der abgesetzten USB-Schnittstelle ausprobiert. Auch das funktioniert auf Anhieb. So langsam nimmt mein privates Schlaflabor Formen an.


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