21.02.2021

USB-Kabel messen

Das Handy lädt nicht vernünftig? Womöglich liegt es nur an einem minderwertigen USB-Kabel.

In den Jahren hat sich bei mir eine Kiste mit USB-Kabeln mit Micro-USB zum Anschluß an Handys und anderen Gerätschaften angesammelt. Und immer öfter passiert es, dass sie entweder gar nicht oder extrem langsam geladen werden. Was liegt da näher, als sich die Kiste einmal vorzuknöpfen um alle Kabel mal durchzumessen, wie hoch der Widerstand der Versorgungsleitung ist. Bei 5 Volt und bis zu 2.1 A zählt jedes Milliohm. Und da ich inzwischen eine Meßbrücke für Milliohmmessungen habe, liegt es nahe, diese Kabel aus der Kiste mit einem Labornetzteil und einem hoch auflösenden Spannungsmessgerät auf Herz und Nieren zu testen.

Dazu braucht man eine USB-A Buchse und eine Mikro-USB Buchse. Bei der Mikro-USB Buchse schließt man Plus und Minus kurz wogegen man die Versorgung der USB-A Buchse mit der Widerstandsmeßbrücke verbindet.

Das erste USB-Kabel war direkt ein Megafail. Der Widerstand war schon viel zu hoch, steigerte sich aber je länger die Messung andauerte. Daher habe ich interessehalber auch einen Temperatursensor an das Kabel angebracht. Und bei 1 Ampere Meßstrom fiel am Kabel 3,7 Volt ab, also 3,7 Ohm. Und innerhalb von wenigen Sekunden stieg die Temperatur rapide an. Ergo: Schrott und weg damit.

Stück für Stück wuchs der Haufen von Schrottkabeln...

...während die bei Amazon gekauften hochwertigen Kabel von Anker, Ravpower und Aukey allesamt weit unter 1 Ohm blieben, meist sogar unter 0,5 Ohm.

Meine persönliche Grenze habe ich bei 0,7 Ohm gezogen. Trotzdem bleibt zu sagen, USB-Ladekabel sind Verbrauchsartikel. Je länger man sie verwendet, umso mehr steigt der Übergangswiderstand, gerade bei den winzigen Micro-USB-Steckern. Bei USB-C ist es nur minimal besser. Allerdings habe ich da keinen Adapter am Lager.


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