20.04.2013

Videoterminal selbstgebaut

Irgendwann baut man vielleicht Gerätschaften mit Atmel-Prozessoren, wo ein LCD-Display nicht mehr ausreicht. Sei es wenn es um Grafik geht oder um umfangreichere Ausgaben und Anzeigen. Für diesen Fall habe ich Geizhals natürlich auch wieder eine preisgünstige Idee parat.


Anstatt LCD-Anzeige besorgt man sich z.B. auf EBay einen kleinen LCD-Monitor, wie er gerne für Rückfahrkameras im Auto verwendet wird. Dieser kommt mit wenig Strom und Spannungen ab 8 Volt zurecht. Suchbegriff 3,5 Zoll LCD TFT Kostet um die 20€. So sieht das Teil in etwa aus:
Die externe Beschaltung ist extrem simpel. Man nimmt einen Atmel ATMega8 oder Nachfolger. Die Software gibts bei mikrokontroller.net: http://www.mikrocontroller.net/attachment/71162/pollin.zip
Dort ist bereits eine HEX-Datei enthalten, sodass man gleich loslegen kann. Fuses einstellen auf 16MHz ext. Quarz nicht vergessen. Der Schaltplan ist auch einfach:
Der RxD-Eingang kann direkt mit dem TxD-Ausgang eines anderen Atmel-Bausteins verbunden werden. Die Idee, das Videoterminal für weitere Dinge mitzuverwenden, kann man getrost vergessen. Allein durch die Videosignalerzeugung in Echtzeit hat man keine Chance. Das sollte auch kein Problem darstellen, da der Baustein selbst auch nur wenig kostet und man sich den Luxus von zwei Mikrokontrollern leisten darf. ;) Ich habe z.B. einen zweiten Baustein mit einem IR-Empfänger versehen und gebe die empfangenen Daten über die RS232 aus.


Wer richtig geizig ist, kauft sich nicht den obigen LCD-Monitor sondern klemmt das Teil einfach an den Videoeingang seines Fernsehers an. Das funktioniert natürlich auch. Eine alternative Software, welche allerdings andere Pins des ATMega8 nutzt gibt es hier: http://www.batsocks.co.uk/products/Other/TellyMate.htm

Viel Spass.