21.03.2013

Basteln mit AVR Mikrocontrollern

Der Chiphersteller Atmel hat eine Reihe von programmierbaren Bausteinen auf den Markt gebracht, welche vieles integrieren, wofür man sonst einige externe Bauelemente benötigte. Davon abgesehen sind diese Bausteine recht problemlos zu programmieren. Die Entwicklungsumgebung liefert Atmel kostenlos auf ihrer Webseite. und wer keinen Bock auf C-Code oder Assembler hat, der kann auch auf einen BASIC-Dialekt zurückgreifen (BASCOM).


Ich bin recht spät  zu dieser Sorte Bausteine gestoßen, hatte ich doch eine recht lange Pause zwischen meinem Beruf, wo ich Hardware entwickelt habe und jetzt, wo es als Hobby wieder aufblüht. Damals gab es solche tollen Bausteine noch nicht, da hatten wir in der Firma teure Simulatoren und Debugger. Alle Platinen hatten CPU-Bausteine, EPROMs und RAM. Und die Verbindung zur Aussenwelt über spezielle Ein-Ausgabebausteine.

Angefangen hatte es mit einem Bausatz von Pollin für eine Infrarotfernbedienung, welcher nicht funktionieren wollte. Nachdem ich fast daran verzweifelt bin, hatte ich gegoogelt und schnell gesehen, ach, die Programmierung des Bausteins passte nicht zur mitgelieferten Fernbedienung. Ich hätte den Kram natürlich zurückschicken können, doch mein Ehrgeiz war geweckt. Fand ich schnell andere, bessere Programme für eben diesen Baustein. Nur: Wie bekommt man das Programm in den Baustein? Das Internet hatte alle Lösungen nur einen Mausklick weiter parat, und so habe ich mir dann, weil ich es nicht besser wusste, das Atmel Evaluationsboard von Pollin gekauft. Dazu noch das Atmel Entwicklungspaket installiert und nebenbei auch BASCOM und die Software zum Programmieren PonyProg. Und schon lief der Fernbedienungsbausatz auf Anhieb.

Allerdings funktioniert all dieser Kram nur an meinem alten PC, welcher noch echte RS232-Schnittstelle hat. An den modernen PCs nicht mehr.

Dann habe ich mich auf die Suche nach USB-Adaptern gemacht, auch weil mein alter PC irgendwann sicherlich ausfällt. Das Angebot ist unüberschaubar, Programmierer X funktioniert nur mit Software Y. Und alles kostete mindestens 50€. Fand ich persönlich zu teuer.

Zufällig bin ich heute auf die Seite Guloshop gestoßen, welche nicht nur ein perfektes Angebot rund um den Atmel Mikrocontroller hat, und das zu sehr guten Preisen. Nein, dort gibt es auch ein extrem einfaches und billiges Programmiergerät, (4,50€) welches am USB-Port unter Linux und Win funktioniert.

Das kommt jetzt, zusammen mit einigen Bausteinen, direkt in den Warenkorb. ;)

Ich muss sagen, dieses Hobby ist recht billig für die Erfolgserlebnisse, welche man schnell erreichen kann. Gerade letzte Woche habe ich einen DDS-Synthesizer mit einem Atmel-Baustein als Interface und drei Tasten gebaut, welcher mir beim Radiobasteln behilflich ist.

Viele würden sagen, warum so kompliziert, man kann gleiches doch über das Arduino-System erreichen. Aber das kostet zum einen mehr, zum anderen finde ich persönlich das Erfolgserlebnis größer, wenn man es selbst von klein auf aufbaut.