18.03.2013

Billiger Selbstbau Frequenzgenerator


Man nehme:
1 x AD9850 Platine welche es von Chinahändlern auf ebay gibt
1 x LCD-Anzeige 2 x 16 Zeichen, z.B. Pollin Art. Nr. 120 420
1 x Atmel ATiny 2313 Controller, z.B. Pollin Art. Nr. 100 911
3 x Taster
3 Widerstände 10k, vielleicht noch ein paar Kondensatoren zur Spannungsstabilisierung und Entstörung. Lötet den Kram auf eine Lochrasterplatine und packt es in ein Gehäuse aus der Bastelkiste, fertig ist der DDS-Frequenzgenerator von 1Hz bis 40MHz.



Sich einen Programmieradapter für den Baustein zu bauen, wenn man ihn nicht eh schon zuhause hat, ist auch kein Hexenwerk. Notfalls hat ein befreundeter Bastler Möglichkeiten. Wenn nicht, hier sind Links:
Das BASCOM-AVR-Entwicklungsset gibts gratis (für kleine Programme ausreichend) bei
MCS-Electronics , die Programmiersoftware Ponyprog gibt es hier

Ich habe nach längerer Pause wieder mit dem Elektronikbasteln angefangen und muss sagen, jetzt mit dem Internet als Informationsquelle macht es gleich noch mehr Spass. Und dieses Projekt ist ohne Riesenaufwand einfach aufzubauen. Die Genauigkeit ist auch ohne Abgleich sehr gut. Das Signal ist auch bis 20MHz sehr sauber. Auch prima zum Testen von HiFi-Komponenten zu gebrauchen.

Den Sourcecode habe ich hier hinterlegt, der handgemalte Schaltplan ist hier. Dort sind bereits die wichtigsten Hinweise vorhanden. Ein geübter Bastler findet sich damit und dem Datenblatt von den verwendeten Bauteilen schnell zurecht. Der Code ist gut dokumentiert, sodass man mit einem Atmel-Prozessor mit größerem Speicher noch einige Schmankerl einbauen kann, welche ich leider in die 2kbyte nicht reinbekam. Bei direkter Assemblerprogrammierung hätte man vielleicht noch etwas herauskitzeln können.

Die Bedienung ist mit den drei Tasten frappierend einfach. Eine Taste für die Schrittweite, von 1 Hz bis 10 MHz. Und jeweils eine Taste für Frequenz rauf und runter. Der Stromverbrauch ist, solange man die Hintergrundbeleuchtung der LCD nicht verwendet sehr gering. Somit ist Batteriebetrieb an 5V möglich. Das schützt vor Störeinflüssen.

Wie oben gesagt, weitere Infos liefere ich nach. Es lohnt sich also, ab und an mal wieder reinzuschauen. Rückfragen über die Kommentarfunktion oder über G+ .


Update:
Die Schaltung wurde vom Steckbrett auf eine Platine verfrachtet:
Update 23.03.13
Schaltplan mit ProfiCAD erstellt: